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Donnerstag, 17. Mai 2007
Wie das Web den Journalismus verändert
2007/05/17 07:19 - cri | sprache
Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde ein Gutachten zum Online-Journalismus erstellt: Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet.
Die Hauptaufgabe des Online-Journalisten besteht in der onlinegerechten Aufbereitung komplett vorliegender Texte. Vornehmste Aufgabe des Online-Redakteurs - nicht nur in kleinen Lokalredaktionen, sondern auch in den Online-Redaktionen der überregionalen Qualitätszeitungen - ist das Einpflegen von Inhalten aus dem Agenturticker und die Koordination der Zuarbeiten aus der Print-Redaktion.
Das Redigieren und Umschreiben nimmt einen deutlich größeren Teil ein als das selbstständige Schreiben. Die Artikel werden auf Rechtschreibfehler, überflüssige Trennungszeichen oder Zeitangaben ("gestern") geprüft, bekommen neue Überschriften, eine Zusammenfassung oder ein Anreißer wird vorangestellt, die Texte werden verkürzt oder geteilt. Eine stilistische Überarbeitung fällt meistens weg.
Die Tätigkeit der Online-Journalisten, die sich im wesentlichen auf Zweitverwertung, Bearbeitung und Anpassung angelieferter Texte beschränkt, ist aus ökonomischer Sicht sinnvoll und schafft einen hocheffizienten Veredelungsjournalismus. Kehrseite der Medaille ist, dass viele Journalisten diese Arbeit als eintönig empfinden und sich durch Gleichförmigkeit und Berechenbarkeit der Tätigkeit und den industriell anmutenden Produktionsprozess eingeengt und unterfordert fühlen. [Klicks, Quoten, Reizwörter; PDF]
Im Weblog Werkkanon schreiben die Autoren weiter über das Thema.
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