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Bibliothek ungelesener Bücher
Seit 1997 haben sich über 500 Interviews zu ungelesenen ...
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Ming Wong: Sprache und Identität
Der in Berlin und Singapur lebende Künstler Ming ...
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dctp.tv: Grodek. Klage.
[dcpt.tv]
von cri | 2010/08/10 14:30


Sonntag, 15. August 2010

Bibliothek ungelesener Bücher

Seit 1997 haben sich über 500 Interviews zu ungelesenen Büchern in der Bibliothek angesammelt. Interviews und Bücher (jeweils mit der Beschriftung "Dieses Buch hat ... noch nicht gelesen.") sind in der Bibliothek ungelesener Bücher einsehbar bzw. über Mini-Disks abhörbar. [Bibliothek ungelesener Bücher]
In einem Interview mit der Presse spricht Julius Deutschbauer über die von ihm gegründete Bibliothek ungelesener Bücher.
Ich habe eine Sammlung von 300 Fragen, daraus suche ich mir jeweils 40 aus. Und die Fragen sind im Konjunktiv gehalten - weil es ja nicht um Wissen geht, sondern um Vermutungen. [Die Presse]
Laut Deutschbauers Angaben sind die am öftesten genannten nicht gelesenen Bücher:
  1. Die Bibel
  2. Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften
  3. James Joyce: Ulysses
  4. Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
  5. Adolf Hitler: Mein Kampf und Karl Marx: Das Kapital
[VÖB Blog]


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Dienstag, 10. August 2010

dctp.tv: Grodek. Klage.


[dcpt.tv]


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Donnerstag, 29. Juli 2010

Literaturzeitschriften in Österreich 1945-1990

Mit dem elektronischen Nachweis von weit über 300 Periodika legt das Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Online-Verzeichnis zum Thema "Österreichische Literaturzeitschriften 1945-1990" vor. [VÖB Blog]
Zum Verzeichnis gibt es eine umfangreiche Einleitung [PDF] und einige Essays zu einzelnen Zeitschriften.


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Samstag, 29. Mai 2010

In der Stadt der Verfolgten

Vor einiger Zeit erzählte mir ein österreichischer Diplomat (in Japan), dass die Armenier Franz Werfel für seinen Roman Die vierzig Tage von Musa Dagh (1933) verehren. Das war mir damals neu. Ich hatte nicht gewusst, dass Werfels Roman über Massaker an Armeniern in der Türkei für jene eine sehr große Bedeutung hat.

Als deutsche Truppen in Österreich einmarschierten, war Franz Werfel gerade in Italien. Am 14. März 1938 schrieb er an seinen amerikanischen Verleger Ben Huebsch:
Es gibt kein Österreich mehr. Ich habe den letzten Rest meiner Sprachheimat verloren [...].
Er kehrte nie mehr zurück. Bis die Deutschen in Frankreich einrückten, lebte er mit seiner Frau Alma in Paris und Südfrankreich. Im September 1940 flohen die beiden zusammen mit Golo und Heinrich Mann und dessen Frau zu Fuß über die Pyrenäen. Von Lissabon nahmen sie ein Schiff und erreichten Mitte Oktober New York. Nach kurzem Aufenthalt in New York ließen sich die Werfels in Los Angeles nieder. Hier starb Franz Werfel 55-jährig am 26. August 1945, nachdem er seinen letzen Roman Stern der Ungeborenen noch fertiggestellt hatte.
Der überwiegende Teil seines Nachlasses befindet sich in der Bibliothek der University of California, Los Angeles. Um darin zu recherchieren, bin ich für kurze Zeit also in L. A.
Bei einem Feueralarm in der Bibliothek heute, der aber keine anderen Auswirkungen hatte, als dass alle das Gebäude verlassen und draußen einige Minuten warten mussten, kam ich mit einer Bibliothekarin ins Gespräch. Nachdem ich ihr erzählt hatte, was ich hier mache, wollte ich in aller Kürze erklären, wer Franz Werfel ist, weil den in den USA natürlich kaum jemand kennt, obwohl er zu seiner Zeit wohl der erfolgreichste deutschsprachige Exilschriftsteller war, er Bestseller in Amerika hatte und Romane von ihm in Hollywood verfilmt wurden. Doch sie unterbrach mich und sagte: "I'm Armenian. I know him!"


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Freitag, 9. April 2010

Street Art aus Tel Aviv in Wien



INOPERAbLE Gallery
8. April bis 1. Mai 2010

ame 72, Broken Fingaz, DoverD, foma <3, Klone Yourself, Know Hope und zero cents.


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Sonntag, 21. Februar 2010

Falco, der Sprachkünstler

the sound of musik, herr präsident wir kennen eine
sprache, diese sprache heißt musik
[Falco: The Sound of Musik (1986), zitiert in Kleinschreibung nach Falco. Lyrics Complete, S. 98]
Es gibt keinen Popstar, den die österreichische Literaturwelt verehrt wie Falco (1957-1998). Besonders deutlich machen das zwei neue Veröffentlichungen, beide herausgegeben von Christian Ide Hintze in der Edition "Schule für Dichtung in Wien" (Residenz Verlag). Im letzten Dezember erschien der Band Falco. Lyrics Complete, in dem auf über 200 Seiten ziemlich alle Liedtexte von Falco gesammelt veröffentlicht wurden. Letzte Woche wurde nun Falco's Many Languages präsentiert. Darin enthalten sind Aufsätze von österreichischen Germanisten und Germanistinnen, die sich vorwiegend dem Phänomen der Mehrsprachigkeit in Falcos Texten widmen. In zahlreichen Texten vermischt Falco nicht nur Deutsch und Englisch, sondern auch Spanisch, Italienisch und Französisch.
falco war in dieser hinsicht geradezu visionär. ahnte er die "makkaronische" sprache des beginnenden 21. jahrhunderts bereits am ende der 70er jahre voraus? englische wörter sind mittlerweile auch der flexion ganz dem deutschen angepaßt [...]. man mag darüber schimpfen oder die achseln zucken oder sogar erfreut sein - es ist eine tatsache, und falco scheint diesen trend als einer der ersten erkannt zu haben. von den zeitgenossen manchmal verächtlich abgetan als "bisweilen abgeschmackte melange aus pidgin-deutsch [...], heavy metal, rapper-jargon [...] und motown-soul", gilt falco heute als "der erste weiße rapper und erfinder des manhattan-hochdeutsch".
[Peter Ernst: "'Falconisch' - Falco und seine Sprachverwendung", in: Falco's Many Languages, S. 132]
Das Interesse von Literaten an Falco beruht auf Gegenseitigkeit; nicht nur dass jene Falco-Texte vortragen, auch Falco las Texte von Rühm, Artmann, Werfel u.v.a. öffentlich vor. Ein Beispiel, das auf faszinierende Weise sowohl die Verbindung von Falco mit der österreichischen Literatur als auch die Vielsprachigkeit in seinen Texten zeigt, ist Charisma Kommando vom Album Data de Groove [Video in niedriger Qualität]. Die zweite Strophe mit Refrain lautet:
nach karl kraus klagt lust um leid
er meint, ich weiß
der weg zu weit
kein weg zu weit
doch hier bist du niemand mehr
the games of torture, aoh!
it's been the domina's singin'
andiamo
perché non tu ti amo?
vamos!
andiamo
perché non tu ti amo
perché non ti amo, she's a

charisma kommando
charisma kommando
she's gonna be a coldblooded thing
charisma kommando
charisma kommando
it's the domina's swing
[Falco: Charisma Kommando (1990), Falco. Lyrics Complete, S. 130]
Mit Kraus bezieht er sich wohl auf folgende Verse aus dessen Gedicht "Abschied und Wiederkehr":
Leid klagt um Lust, ich klage um das Leid;
nun ist es da, so ist die Lust nicht weit.
[Karl Kraus: Abschied und Wiederkehr (1920)]
Weitere Dauerbrenner von Falco auf Youtube:


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Montag, 25. Januar 2010

The Agenda: The Future of Reading

In der Sendung The Agenda des Senders TVOntario diskutierten im Dezember (Ausstrahlung: 16. Dezember 2009) folgende Personen ausgewogen über das Lesen in der Zukunft:
  • Bill Buxton, Microsoft
  • Mark Federman, Ontario Institute for Studies in Education
  • Cynthia Good, Humber College (Toronto)
  • Keith Oatley, University of Toronto
  • Bob Stein, Institute for the Future of the Book
Video: The Future of Reading
[OnFiction]


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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Neuausgabe von Ferdinand Ebners „Das Wort und die geistigen Realitäten. Pneumatologische Fragmente” erschienen!

Wir können es getrost als einen Meilenstein der Ferdinand-Ebner-Forschung betrachten: Letzte Woche ist Ferdinand Ebners Hauptwerk „Das Wort und die geistigen Realitäten – Pneumatologische Fragmente” im Berliner LIT-Verlag erschienen. Nach dem letzten Abdruck des 1921 erstmals im Innsbrucker Brenner-Verlag veröffentlichten Buches vor mehr als dreißig Jahren, tat eine Neuveröffentlichung Not. Diese liegt nun – vollständig kommentiert – vor.



Die Neuausgabe ist im Rahmen des Projektes "Kritische Herausgabe des Gesamtnachlasses von Ferdinand Ebner entstanden". Sie wurde von Projektleiter Richard Hörmann mit einem umfangreichen, sehr in die Tiefe gehenden Einzelstellenkommentar, Kurzbiographien und einer Zeittafel zur Entstehungsgeschichte der „Fragmente” versehen. Der Band bietet zudem Nachworte von Hans Gerald Hödl und Walter Methlagl.

Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass der Autor Richard Hörmann am 19.11.2009 beim Internationalen Ferdinand-Ebner-Symposium 2009 in Brixen/Südtirol einen Vortrag über die „Pneumatologischen Fragmente” halten wird. Der Titel lautet: „‘Subjektivität’ in den Fragmenten – Was eine Neuausgabe zur Begriffsklärung beitragen kann”.

Für weitere Informationen:

http://www.ebner-gesellschaft.org


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Donnerstag, 1. Oktober 2009

Buchkunst für Kinder in Wien 1890-1938

Ausstellung im Wiener MAK vom 6. Oktober 2009 bis 7. Februar 2010: Jugendschatz und Wunderscherlein.
Die Ausstellung soll die Entwicklung des Kinderbuchs in Wien vom Ausgang des 19. Jahrhunderts bis 1938 veranschaulichen und die buchkünstlerischen Entwicklungen in ihren politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Kontext bringen. Die mannigfaltigen Gestaltungsmöglichkeiten von Kinderbüchern werden in einer Zeit dokumentiert, in der sich Kindern der Blick auf die Welt noch mit Hilfe des ?Bilder-Buches? erschloss. [mak.at]
[Börsenblatt, VÖB]


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Freitag, 21. August 2009

Chaos Radio mit Zeh und Trojanow

Tim Pritlove im Podcast-Gespräch mit Juli Zeh und Ilija Trojanow über "die fortwährende Zurückdrängung bürgerlicher Freiheiten": Mut zur Freiheit (Dauer: 2:25h).
Ihr neues gemeinsames Buch Angriff auf die Freiheit stellen Juli Zeh und Ilija Trojanow am 14. September in der Alten Schmiede vor.


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