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Trackshittaz: Alloa bam Fraunz
Zwei Mühlviertler mit einer Persiflage auf Alors ...
von cri | 2010/08/19 17:01
Alva Noto: unitxt u_08-1
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Bibliothek ungelesener Bücher
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Ming Wong: Sprache und Identität
Der in Berlin und Singapur lebende Künstler Ming ...
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dctp.tv: Grodek. Klage.
[dcpt.tv]
von cri | 2010/08/10 14:30


Donnerstag, 19. August 2010

Trackshittaz: Alloa bam Fraunz

Zwei Mühlviertler mit einer Persiflage auf Alors on danse von dem belgischen Rapper Stromoe.



[derStandard.at]


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Mittwoch, 4. August 2010

"Nicht überschreitbare Grenzen überschritten"

In Reaktion auf Medienberichte zu angeblichen Konten mit Millionenbeträgen von Jörg Haider in Liechtenstein und der Schweiz [Haider-Millionen in Liechtenstein, Rechnungshof-Präsident zeichnungsberechtigt, Geld von Saddam Hussein und Gaddafi] meint der steirische "BZÖ-Chef" Gerald Grosz, es seien "nicht überschreitbare Grenzen überschritten worden".
S-Wörter werden ausgepackt. Grosz: "Wenn es einen Ausdruck dafür gibt, dann ist das Schweinejournalismus der übelsten Sorte." [APA-OTS]
Standard-Kommentator Michael Völker kontert mit "politischer Saustall".


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Samstag, 31. Juli 2010

Teutonismen

Mit Marko Arnautovic ("Sohn einer Wienerin und eines Serben") spielt ab dieser Bundesliga-Saison neben Sebastian Prödl ein weiterer Fußballspieler aus Österreich bei Werder Bremen:
Prödl, der in seine dritte Saison mit den Hanseaten geht, steht seinem Landsmann mit Rat und Tat sowie als Dolmetsch zur Seite. "Nach Niederländisch und Italienisch muss Marko jetzt Hochdeutsch lernen. Auch ich habe in den ersten paar Wochen das Hochdeutsch nicht verstanden", meinte der Steirer. [derstandard.at]
Wobei ein "paar Wochen" ja nicht viel ist, um sich an eine Sprachvarietät zu gewöhnen. In der gleichen Zeitung wird heute die Verwendung von Teutonismen in Österreich gerügt:
In die Kategorie Teutonismus gehört auch eingetütet. Aufgetaucht ist das Wort in Zusammenhang mit einer Schau in der Wiener Kunsthalle, die einen Überblick über zeitgenössisches Schaffen gab - die Ausstellungsreihe trägt ausgerechnet den Titel "Lebt und arbeitet in Wien". Da hätte man sich doch erwartet, dass die Kuratorinnen eingesackelt haben, was ihnen bemerkenswert erschien. [derstandard.at]
Teutonismen sind analog zu Austriazismen und Helvetismen Ausdrücke, die nur auf bundesdeutschem Sprachgebiet gebraucht werden. [Das österreichische Deutsch [PDF]]


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Donnerstag, 8. Juli 2010

Massenmedien, Nationalsozialismus, Karl Kraus

Simon Ganahl über "massenmediale Bezüge der Dritten Walpurgisnacht von Karl Kraus" in: "Ad oculos et aures".
Man liest den Text heute mit offenem Mund, staunend über die massenmedialen Bezüge, die dem Wiener Publizisten schon 1933 erlaubten, sich ein treffendes Bild vom verbrecherischen Charakter des NS-Regimes zu machen. Der vorliegende Beitrag geht einigen jener Dokumente nach, die in den Medienarchiven erhalten sind: Es werden Zeitungsartikel über den Tod eines sozialistischen Politikers, Aufnahmen von Propagandareden und einer KZ-Reportage sowie Szenen der Filme N. S. Ton-Bild-Bericht Nr. 2 und Morgenrot ad oculos et aures, das heißt vor Augen und Ohren geführt. [IASL]


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Samstag, 26. Juni 2010

Fußball-WM 2010: Deutschland gegen Österreich

Das laue Argument, die österreichische Fußballnationalmannschaft habe es so schwer, weil Österreich ein kleines Land ist, wird bei der diesjährigen WM in Südafrika eindrucksvoll widerlegt: unsere noch kleineren Nachbarn Schweiz, Slowenien und die Slowakei hatten sich qualifiziert; die Slowakei (fast halb so klein wie Österreich) schoss in einem großartigen Spiel sogar den Titelverteidiger Italien aus dem Bewerb und steht nun im Achtelfinale.
Obwohl Österreich auch diesmal also nicht an der WM teilnimmt, kommt es in den Medien zu Rivalitäten zwischen Deutschen und Österreichern.
Auf die Frage, ob das dritte Gruppenspiel gegen Ghana mit jenem bei der EM 2008 gegen Österreich zu vergleichen wäre, antwortete Bundestrainer Joachim Löw:
"Bei allem Respekt, es ist ein Unterschied, ob man gegen Österreich oder gegen Ghana spielt." [fr-online.de]
Faktisch ist das natürlich vollkommen richtig, Ghana ist im Moment in der Weltrangliste auf Position 32, Österreich auf 68, aber so eine Antwort reicht bereits, um in Österreich Verstimmung auszulösen. Manfred Zsak, Fußballanalytiker beim ORF, kommentierte Löws Antwort sichtlich verärgert mit:
"Deshalb sind uns die Deutschen so sympathisch." [Zitiert aus der Erinnerung]
In der FAZ hingegen erregt man sich über den Werbespot einer österreichischen Elektronikkette [Notizen], der damit wirbt, es sei besser zu Hause vor dem Fernseher die WM zu erleben als unter deutschen Fans in Südafrika:
Eine derartige Reklame mit Bezug auf - sagen wir mal - Afrikaner oder Israelis hätte diplomatische Verwicklungen oder eine Klage vor dem Gerichtshof für Menschenrechte zur Folge. [faz.net]
Der Redakteur beweist allerdings - neben seiner falschen Transkription des österreichischen Dialekts im Werbespot - durch die Wahrnehmung, in Österreich hätte Deutschlands Niederlage gegen Serbien für "Jubelstürme gesorgt", seine Ahnungslosigkeit. Die deutsche Mannschaft hat in Österreich wohl kaum je mehr Anhänger als in einem Spiel gegen Serbien.
Gegen England sieht die Sache wieder anders aus, zumindest für Schriftsteller Franzobel:
Zeit, dass Deutschland ausscheidet, weil einem als Österreicher sonst nicht viel vergönnt ist. [derStandard.at]
Jeder vernünftige Mensch erkennt natürlich die Spießigkeit auch hinter derartigen Worten. Und weil ich nicht spießig bin, wünsche ich Deutschland den Sieg!


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Dienstag, 22. Juni 2010

Hamacher: 95 Thesen zur Philologie

In Urs Englers roughblog erscheint derzeit täglich eine von Werner Hamachers 95 Thesen zur Philologie.
Von den bisher erschienen Thesen erscheinen mir einige klischeehaft verschwurbelt:
Noch einmal, anders: Philologie ist Zuneigung der Sprache zu einer Sprache, die ihrerseits Zuneigung zu ihr oder einer anderen ist. Darum ist Philologie Zuneigung zur Sprache als Zuneigung. Sie mag in der Sprache ihr Mögen, ihres und ihr eigenes. Sprache ist Selbstaffektion im anderen ihrer selbst. Philologie ist Philophilie. [roughblog]
Selbstverliebtheit liebe ich an der Philologie nicht, sondern dass sich in ihr die konkurrierenden Disziplinen Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft - in meiner Vorstellung - verbinden. Ich hätte gern, dass Philologie im allgemeinen Sprachgebrauch so bekannt wäre wie Philosophie.


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Donnerstag, 13. Mai 2010

Kellner-Kalauer (3)

Adlerhof, Wien.

"Zum Essen?"
"Ein Krenfleisch." - "Einen Schweinsbraten mit Sauerkraut."
"Einmal Krenfleisch, einmal totes Schwein."
"Ja, bitte."


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Montag, 1. März 2010

Zeitverschwendung durch Fehler

In der gutenberg.spiegel.de-Version des Textes Über das Geistersehn und was damit zusammenhängt (und ebenso hier) von Arthur Schopenhauer heißt es gegen Ende:
Goethe erzählt (in den Erläuterungen zum W. O. Divan, Rubrik "Blumenwechsel"), daß zwei liebende Paare, auf einer Luftfahrt begriffen, einander Charaden aufgaben: "gar bald wird nicht nur eine jede, wie sie vom Munde kommt, sogleich errathen, sondern zuletzt sogar das Wort, das der andere denkt und eben zum Worträthsel umbilden will, durch die unmittelbare Divination erkannt und ausgesprochen."
Abgesehen von der "Divination" erregte mein Interesse eine "Luftfahrt" zu Goethe-Zeiten, weshalb ich den West-östlichen Divan zu durchforsten begann. In meiner Reclam-Studienausgabe wurde ich nicht fündig (zugegeben meine Schuld), erst über eine Textsuche bei Zeno.org unter dem Abschnitt "Blumen- und Zeichenwechsel". Dort heißt es (wie auch in der Reclam-Ausgabe):
Zwei liebende Paare machen eine Lustfahrt von einigen Meilen, bringen einen frohen Tag miteinander zu; auf der Rückkehr unterhalten sie sich, Scharaden aufzugeben. Gar bald wird nicht nur eine jede, wie sie vom Munde kommt, sogleich erraten, sondern zuletzt sogar das Wort, das der andere denkt und eben zum Worträtsel umbilden will, durch die unmittelbarste Divination erkannt und ausgesprochen.
Die "Lustfahrt" wurde wohl zur "Luftfahrt" aus einer Kombination von Scanfehler (langes s?) und Lektoratsfehler.
Überhaupt sind viele Texte auf gutenberg.spiegel.de schlecht lektoriert. Die Texte auf Zeno.org hingegen sehr gut.


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Mittwoch, 27. Januar 2010

Deutsche Dialekte im Alpenraum

Der ArgeAlp Dialektatlas von Hannes Scheutz (Universität Salzburg) bietet einen Dialekt- und Generationenvergleich mit Audiobeispielen zu deutschen Dialekten im Alpenraum, wobei der Alpenraum hier nur von St. Gallen bis Salzburg reicht. Der Alpenraum in der Steiermark und in Kärnten würde sicher noch weitere Varianten offenbaren.

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Samstag, 23. Januar 2010

SZ im Engländer: Wir müssen reden

Die Idee: Ein Experiment. Der Ort: Das Café Engländer in Wien. Die Gäste: 12 Menschen, die uns interessieren. Die Zeit: 4. Dezember, Mittag bis Mitternacht. Die Themen: Adorno, Deutschland, Burn-out, Haider, Demenz, Fußball, Kehlmann, die RAF, Zahnärzte, Selbstmord, Cordon bleu, Österreich. Das Ergebnis: ... ein Experiment. [SZ]
Im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom Freitag (22. Jänner 2010) findet sich eine ausführliche Zusammenstellung des Geredeten: Wir müssen reden.


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